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 CH-HR Cit-Ron King-Tor Croatia |
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DARSTELLUNG
Tornjaks sind eine von fünfzig bestehenden, klar von einander getrennten Hirtenhundrassen. Ursprünglich waren die Hunde dieser Art auf den gesamten Gebirgszügen, aber auch den Tälern in welchen nomadische Viehzucht betrieben wurde, des Eurasischen Kontinents verbreitet.
Die erste Funktion dieser Tiere war das Hüten der Herde, zu meist der Schafe, aber ihr Einsatzgebiet wird mit der Zeit erweitert bis zur heutigen fast ausschließlichen lukrativen Funktion.
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Den geltenden Bestimmungen der Klassifikation der FCI nach gehört der Tornjak zu den typischen Vertretern der ersten Gruppe der Hunderassen.
Die einstige Population der Tornjaks war ein klassisches Beispiel einer autochtonen Hunderasse, welche durch Serien von lokalen Typen auf einem weitem Gebiet vertreten war.
Diese Population entstand spontan aus der genetischen Basis, welche im Dinaragebirge durch Völkerwanderungen, Kriege und Handelsrouten sowie durch bereits vorhanden Caniden entstand. Diese Verbindung passte sich Jahrhunderte lang der natürlichen Umgebung, ihrer Funktion, den Bedürfnissen, Glauben, Gebräuchen und ästhetischen Kriterien der Bevölkerung an.
Insofern man den Quellen, welche von Kinologen oft erwähnt werden, glauben kann gab es ähnliche Hunde in den Dinariden und südöstlich davon schon zu Zeiten des Römischen Reiches. Die später ankommenden Völker akzeptieren diese Tiere samt den Viehherden oder sie nutzen sie ebenso wie die Römer zur Wacht, zum Kampf und zum Krieg.
Für unsere Verhältnisse sind solche weit zurückliegenden Epochen nicht weiter wichtig. Spätere historische Veränderungen waren besonders heftig und sind sehr beeinflussend gewesen.
Für die moderne Zucht ist es besonders ausschlaggebend, dass die spontan entstandene Population während den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts fast ausgestorben ist. Die Bestrebungen die Form zu erhalten und sie in eine modern gezüchtete Rasse zu verwandeln gaben konkrete Resultate und die gezielt und überwacht gezüchtete Population wird stetig zahlreicher, ausgeglichener und konsolidierter.
Der Prozess des Aussterbens der autochtonen Formen des Tornjaks ging stetig voran. Er begleitete den Rückgang der extensiven Schafszucht. Er begann in den westlichen kontinentalen Gebieten Kroatiens und bewegte sich vom Nordwesten zum Südosten hin bis zu den letzten Zufluchtsorten auf den Hochebenen der zentralen Dinariden. Die Tornjaks erloschen ebenso wie die extensive Schafszucht- aus den Gebieten, welche unter äußerem kulturellen und wirtschaftlichem Einfluss standen, bis zu den weitentferntliegenden Gebieten.
Diese einst weitverbreitete Hundeform verblieb bis zu den 70-er Jahren des 20. Jahrhunderts nur noch in den letzten Zufluchtsorten: in Bosnien-Herzegowina und nur noch vereinzelt in kroatischen Gebirgen in welchen die Schafszucht bis dahin noch ihr ursprüngliches Gesicht beibehielt.
Da es sich um eine Hunderasse mit sehr guten Arbeits- und Ästhetikeigenschaften handelt erweckten Tornjaks schon damals das Interesse einiger Hundeliebhaber, welche dann in den 70-er Jahren beginnen systematisch die letzten Zufluchtsorte des Tornjaks zu besuchen; Literatur durch zu forsten; Informationen zu sammeln. Anfang der 80-er Jahren beschaffen sich die selben Leute die ersten Hunde mit welchen die systematische moderne Zucht beginnt. Formell beginnt die Erstrebung des Ziels im Sommer 1982 in Zagreb als die Kommission für Tornjakzucht des Kroatischen Kinologischen Bundes gegründet wird.
Spätere Geschehnisse innerhalb des Jugoslawischen Kinologischen Bundes und des damaligen Kinologischen Bundes Kroatiens erschwerten den Fortschritt nur. Nichts desto trotz schreitet die Arbeit an der Aufstellung einer kontrollierten, modernen Zucht und einer strukturierten reinrassigen Population langsam abersicher voran. Die Hunderasse erlangt unter den Hundeliebhabern Kroatiens während den 90-ern volle Anerkennung.
BESCHREIBUNG
GRUNDLEGENDER EINDRUCK
Ein kräftiger, großer, mehrfarbiger, gut verbundener und beweglicher Hirtenhund1, von quadratischem Rahmen (kann bis zu 5% länger als eigene Höhe sein), mit nicht gerade leichten, aber keineswegs groben und schweren Knochen. Hat ein äußerst langes, dichtes und festes Fell von flächenartiger Buntheit2. Eher zurückgezogen als nervös, eher gleichgültig als aggressiv.
Sehr zäh, bescheiden und ausdauernd.
MAßE
Die erwünschte Größe des Männchens liegt bei ca. 70 cm, bei Weibchen zwischen 60 und 65 cm3.
KOPF
Der Kopf ist lupoide, keilartig gedehnt4.
Bei besonders üppig befellten Exemplaren scheint er auf den ersten Blick klein. Die Kiefer sind stark und lang, das Gebiß vollkommen und scherenhaft5.
Der Nasenrücken ist vollkommen gerade, der Übergang sanft. Die Bogen über den Augen können leicht bemerkbar sein6.
Der Hinterteil des Schädels ist länglich gedehnt, aber nicht schmal. Hinter dem Stirnbogen bis zum Hinterkopf gerade. Der Nackenknochen ist nicht ausgeprägt, aber bemerkbar. Die Nasenspitze ist proportional, auf keinen Fall gespitzt oder übermäßig fleischig. Die Lippen legen sich fest an den Kiefer an7.
Die Augen sind mandelförmig, mit fest anliegenden Lidern8.
Die Ohrmuscheln sind groß, einfach überklappt9.
Ihre Wurzel liegt hoch, näher der Scheitelhöhe als bei anderen Hirtenhunden.
HALS
Der Hals ist lang10,niedrig getragen, bei Acht im Winkel von 45 Grad gestellt. Er ist mit kräftiger Muskulatur bedeckt, mager, mit fester, am Nacken ziemlich dicker Haut bedeckt, die dem inneren Gewebe auch auf der unteren Halsseite anliegt. Er ist mit sehr prächtigem, langen Haar befellt (Mähne).
GRAT
Der Übergang von Hals auf Rücken (Grat) stellt eine klar ausgedrückte11, gut sichtbare Schräge dar, die sich von der oberen Halslinie bis zu den Schulterspitzen verlängert.
RÜCKEN
Der Rücken des Tornjaks ist relativ kurz, stark, mäßig breit und gerade12.
KRUPPEN
Die Kruppen sind mittlerer Länge, nicht gesenkt13, während die Schwanzwurzel hoch oder mittelhoch angesetzt ist.
SCHWANZ
Der Schwanz ist ausgesprochen lang, kann säbelhaft sein, ringhaft oder hakenhaft gebogen, mittelhoch angesetzt. Er ist sehr beweglich, im Ruhestand ist er von der Wurzel nach unten angelegt, aber im Trott, besonders bei aufgeregten 111 sich in Acht befindenden Hunden ist er immer über die Rückenhöhe angehoben14.
VERBINDUNG
Die Verbindung zwischen Brustkorb und Kruppen ist kurz und relativ breit, bei Weibchen etwas länger.
BRUSTKORB
Der Brustkorb ist sehr ausgedehnt, kegelförmig15, tief, breit und gerundet, aber die Rippen sind nicht massiv. Die Brust ist ebenmäßig ausgedrückt, mit den Schultern und dem hinteren Teil des Brustkorbs stellt sie eine fest verbundene Einheit dar. Die Spitze des Brustknochen liegt in der Regel etwas vor dem Schultergelenk16.
BAUCH
Die Bauchmuskulatur ist stark, die untere Linie geht nicht eingewunden weiter, schräg vom hinteren Ende des Brustknochens bis zum Inneren der Schamleiste.
BEINE
Die Beine des Tornjaks müssen eine regelmäßige Haltung17 haben, mager und lang, auf keinen Fall zu dicke und schwere Knochen. Die Winkel zwischen Schultern und Oberschenkel, sowie die Winkel der Hinterbeine sind mittel geschlossen18.
Viewing sidewise, foreleg pasterns deviate slightly from the vertical line.
Seitlich betrachtet weichen die vorderen Fesseln von der Senkrechte ab.
An den Hinterpfoten sind gut entwickelte Greifklauen erwünsc19.
Die Pfoten sind in der Regel kräftig, "mager", die Polster sind elastisch und die Krallen sind stark. Die Vorderpfoten sind gerundeter als die hinteren.
MUSKULATUR
Flach, kräftig und "mager".
HAUT
Fest, am Nacken ziemlich dick, liegt an Hals und Körper gut an, darf nicht schlaff sein oder locker hängen, vor allem die Augenlider und Lippen dürfen auf keinem Fall schlaff sein.
FELL
Die Tornjaks haben in der Regel langes Fell mit kurzem Fell an Gesicht und Beinen20.
Das Deckfell ist lang, kräftig, hart (ziegenhaarähnlich) und gerade. Am vorderen Rückenteil, den Schultern und dem Rückenteil der Kruppen kann es auch leicht gewellt sein. Besonders ausdrücklich ist es am Hals entwickelt, prächtig und lang am Teil der Oberschenkel, der sich unter dem Schwanz befindet ("Unterhosen"). An den Unterschenkeln bildet es lange Fähnchen, und am Schwanz eine ausgesprochen prächtige Fahne.
Das Deckfell ist am oberen Teil der Kruppen, direkt über der Schwanzwurzel besonders lang21.
Das Fell der Tornjaks ist sehr dicht und darf nicht in einen Scheitel auseinanderfallen.
FARBEN UND PIGMENTIERUNG
Die Tornjaks sind in der Regel mehrfarbig, flächenhaft befleckte Hunde.
Auch dunklere Exemplare (mantelhafte) sind möglich, mit weißen Flächen, die sich nur um den Hals, am Kopf und den Beinen erstrecken, wie auch fast vollkommen weiße Tiere, mit ganz kleinen flächenhaften Flecken, aber immer mit Flecken an Beinen und Kopf, sowie dunklen Strähnen im langen weißen Fell22.
Alle Farb- und Fleckenvariationen werden als gleichwertig betrachtet23.
Die Farbe der Regenbogenhaut muß der Farbe des Fells entsprechen24.
BEWEGUNG
Lebendig, bei manchen mit relativ kürzerem und höherem Schritt, aber immer großzügig, geschmeidig und gewandt.
CHARAKTER
Der typische erwachsene Tornjak ist ein ruhiges, auf den ersten Blick gleichgültiges Tier, aber auch ein wachsamer Wachhund. Zu nahestehenden Personen kann er sehr emotionell sein. Wenn er in größeren Hundegruppen lebt, zeigt er ausgesprochen soziale Instinkte. Fremden Personen und Tieren gegenüber ist er in der Regel nicht sehr aggressiv. Unter entsprechenden Umständen greift er auch viel stärkere Gegner entschlossen an. Dabei ist er vorsichtig, aber auch sehr entschieden, hartnäckig und unangenehm.
KLEINERE MÄNGEL
- Ein etwas zarteres Skellett
- ein leichterer, aber proportionaler Kopf
- ein Mangel oder eine Überzahl von ein bis zwei Premolaren
- ein etwas kürzeres "verdichtetes", oder merkbar gewelltes oder feineres Fell
- ein etwas längerer Rücken bei Weibchen
- vollkommen gerade, kurze Kruppen, mit einem hoch angesetzten Schwanz
- Abwesenheit von Pigmentierung der Augenlider
- kurze und nicht immer regelmäßige getragene Ohrmuscheln
- steile Winkel, die die Regelmäßigkeit des Schrittes noch nicht stören
GRÖßERE MÄNGEL
- Lymphatizität
- sehr schwerer Bau
- breite, runde, kurze oder eckige Köpfe
- ein sehr ausgedrückter Übergang
- geifrige Lippen (offener Mundwinkel)
- viel schlaffe Haut unter dem Hals
- dicke und schwere Knochen
- Über- und Unterbiß, Mangel von mehreren Premolaren oder Molaren, sowie jede andere vererbbare Unregelmäßigkeit des Gebisses25
- Schlechte Verbundenheit der Schultern
- unregelmäßige Haltung der Beine
- ausdrücklich weiche Fesseln und offene Pfoten
- Mangel oder unregelmäßiges Wachstum der Geschlechtsorgane
- Schwere, träge oder gehemmte Bewegung
1) ein guter Tornjak hinterlässt den Eindruck eines Tieres, welches festverbunden ist mit dem Untergrund und welches bei jeder Bewegung ausgeglichen und stabil bleibt bei jeglicher natürlicher Bewegung. Lymphatische, schwerbewegliche und träge Tiere, disproportional gebaute und schlecht verbundene Tiere, astenische Hunde und alle anderen, welche dem Typ und dem Bau nach entscheidend unterschiedlich sind von der hier dargestellten sollte man als unerwünscht halten in der Hunderasse.
2) Es gibt auch dunkelfarbige Exemplare, welche weiße Flecken nur am Kopf, am Hals und an den Beinen haben. Solch eine Färbung wirdgenauso für richtig gewertet wie die buntfarbigen Tiere, abereine solche Färbung ist dominant vererbar und deshalb sollte man diese Tiere mit buntfarbigen paaren. Ansonsten entstünden dominante homozigoten und diese dunklere Färbung würde mit der Zeit in der Rasse dominieren.
3) Diese Maße sind nur wünschenswerte Werte. Bei der Benotung und Einreihung in die Zucht muß in erster Reihe das Kennzeichnende des Tiers berücksichtigt werden, sowie auf der Aufbau und die Vielzahl seiner Linie oder seines Stammes.
4) breite, kurze Köpfe mit betonter Stufung, welche Rotweilern, Neufundländern und Schargebirgshunden ähneln; zu große Köpfe und jene mit großem kalotalem und kleinem Kiefeteil sind in derHunderasse unerwünscht.
5) Bis die Population der Tornjaks nicht eine genügende Anzahl erreicht, sollte bei der Benotung und Einreihung in die Zucht nicht auf die ideale Regelmäßigkeit des scherenhaften Bisses und der vollen Zahl des Premolars bestanden werden. Es können zwei von P1, P2, P3 fehlen, aber nicht auf der selben Seite. Exemplare mit vollkomenerem Gebiß haben Vorrang, und bei der Paarung sollte wenigstens eines der Exemplare ein vollkommenes Gebiß haben.
6) es handelt sich um feinere geschichtete Schädelknochen und deshalb sind diese Knochen sichtbar, desweiteren istdie Haut an diesen stellen fester.
7) Da schlechtes Anliegen der unteren Lippe, und besonders Geifrigkeit, Zeichen von Lymphatizität sind, und außerdem das Tier entstellen, sollten sie als Fehlerhaftigkeit betrachtet werden. Es ist ebenfalls möglich, daß Exemplare auftreten, deren obere Lippe im vorderen Teil leicht die untere übertrifft. Falls diese Eigenschaft nicht stark ausgedrückt ist und nicht von anderen untypischen Merkmalen begleitet ist, sollte sie nicht als Fehlerhaftigkeit angesehen werden.
8) hängende Augenlieder sind ein großes Mängel.
9) solange die Zucht noch nicht die nötige zahlreiche hat sollte man kleiner, nach hinten überklappte Ohren als kleines Mängel betrachten. Beim Paaren, allerdings sollte man strengstens daraufachten, dass man dieses Mängel nicht durch auftretten bei beiden Eltern potenziert.
10) dies istfürdie Hunderasse sehr wichtig, da durch den relativ leichten Kopf derSchwerpunkt des Tieres hergestellt wird. Konkret gesagt muß der Hals des Tornjaks relativ länger sein als derdes Schargebirgshundes oderdes Senehundes. Exemplare mit kurzem, hoch getragenem Hals sind in derRasse unerwünscht und sollten aus der Zucht ausgeschlossen werden.
11) Tornjaks mit nich klarausgeprägtem Grat sind leiderkeine Seltenheit und wir müssen diese Eigenschaft tolerieren, aberman sollte den hierbeschriebenen Exemplaren Vorzug geben.
12) eine gute Verbundehit einer guten Rückenlänge mit einem guten Grat ist klarsichtbar, wobei man Rechnung tragen sollte, daß Hündinnen von Natur aus einen längeren Rücken haben. Eine schwache, krumme und unregelmäßige Wirbelsäule bemerkt man an der unterzogenen Stellung derHinterbeine. Bei der Bewertung soll man auf passen, dass starker fellbewuchs derKruppen nicht als Überbildung bewertet wird.
13) oft gibt es auch lange, gesenkte Kruppen. Falls diese nicht mit einem zu langen und weichem Rücken verbunden sind, sollte man sie nicht als großes Mängel betrachten. Aber mittellangen, nichtgesenkten Kruppen sollte man den Vorzug geben.
14) währen der Hund in Acht oder in Bewegung ist der säbelhafte Schwanz sehr hoch gehoben und dies ist traditionel einer Schlüsseleigenschaften derTornjaks. Alle Schwanzformen die dies ermöglichen sollte man als gut bewerten. Ein zu kurzer(reicht nicht bis zu den Sprunggelenken), ankilotischer oder in anderer Art und Weise ungesunder Schwanz sollte man als großes Mängel betrachten.
15) bei Weibchen kann dieser Kegel etwas platter als bei Männchen sein.
16) es gibt Hunde bei welchen dergesamte Brustkorb mehr oder weniger nach hinten geschoben ist, somit gelangt der Winkel derSchulterknochen und der Oberarmeliegt ann einige Finger vor dem Schwerpunkt des Tieres. Je ausgeprägterdieserBau istdesto mehr sollte man ihn als großes Mängel betrachten, umso mehr noch, da er meist mit schweren Gratfehlern und Rückenfehlern, sowie kürzeren Oberarmen und Schulterblättern kombiniert ist.
17) unregelmäßige Haltung, weiche Ellenbogen, französische Stellung derVorderbeine, Kuhstellung der Hinterebeine und ähnliches soll man als großes Mängel betrachten, dennoch sollte man etwas offenere Winkel der Schulterblätter und Hinterbeine nicht als besonders großes Mängel bewerten.
18) esgibt Abweichungen bis zu 5°. Bei alten Exemplaren sollte man weiche Fesseln nicht als Mängel ansehen, aberbei jüngeren Exemplaren sollte man sie als größeres Mängel betrachten. Exemplare mit richtigen und gut ausgeprägten Winkelm und vor allem mit langen proportionalen femoren sind am besten für die Rasse.
19) in der Hirtentradition ist dies ein erwünschtes Merkmal, obschon es nicht in der heutigen Population gleichmäßig verbreitet ist. Aberdurch gute Paarung sollte man die vermehrte Verbreitung antreiben.
20) In der Urpopulation waren noch hier und da dominant kurzfellige, allen anderen Merkmalen nach rassentypische Gruppen vorzufinden. Die Kurzfelligkeit in der Rasse müßte theoretisch erhalten werden, was in der Praxis möglich wäre, jedoch Hundeliebhaber zeigen für solche Exemplare zu wenig Interesse.
21) Es sind drei Grundtypen von Langfell vertreten. Als Ideal ist der beschriebene aufzufassen, aber auch die anderen, insbesondere jener mit etwas seidenerem prächtigem und langem Fell, sind nicht fehlerhaft, wenn sich das Fell am Rücken nicht in einen Scheitel teilt. Der dritte Typ - geschlossen verdichtetes, etwas kürzeres kräftiges Fell, mit kurzen Fähnchen am vorderen Unterschenkel und ohne längerem weichen Fell am hinteren Teil oberhalb der Pfoten sollte nur als etwas unerwünschter betrachtet werden.
22) Die Flecken können dichter sein oder nur hie und da auftreten, aber falls sie auf der Haut nicht vorhanden sind (was besonders am Bauch sichtbar ist) und im Fell nirgends als Flecken oder Strähne auftreten, ist das Exemplar als untypisch gefärbt anzusehen. gefärbte Strähnen sind nicht am Hals zu erwarten, da sie nur bei seltenen Exemplaren auftreten. Interessant ist, daß sich die Anzahl der sprossenartigen Flecken mit dem Alter vergrößert, daß diese Sprossen bei den meisten Welpen auch am Fell nicht sichtbar sind, und daß die ersten Flecken auf der Haut am Bauch mit dem Öffnen der Augen zusammenfallen oder nur etwas später auftreten (aber auf jeden Fall vor Ende der achten Woche).
23) Besonders ausgeprägte Farbverschiedenheit ist eine der Schlüsselmerkmale in der Hirtenrasse der Tornjak. Hirten versuchten untereinander so verschiedenfarbige Hunde wie möglich zu haben, um sie von großer Distanz zu unterscheiden und sie bei schwachem Licht zu erkennen. Dies hat zur Folge, daß bei den Tornjaks sehr verschiedene Farbfaktoren auftreten, sowie einige vererbbare (nicht autorezessive) Faktoren, welche die Buntheit auslösen. Mit der Mehrfarbigkeit der Haut und des Fells ist auch die mehrfarbige Schleimhaut verbunden (mit obligatorisch pigmentiertem Gaumen). Unregelmäßig pigmentierte Polster an den Pfoten sind die Regel. Dies ist besonders sichtbar bei Welpen, während bei älteren Hunden, die im Offenen leben, die Haut an den Polstern dunkler wird. Unselten ist auch eine unregelmäßige Pigmentierung der Lider und sollte nicht als großer Mangel angesehen werden. Bei einigen Exemplaren besteht auch eine dunkle Maske. Sie sollte nicht als Mangel betrachtet werden, sollte aber mit entsprechenden Schritten in der Zucht langsam ausgelöscht werden da sie ein typisches Merkmal vieler verwandter Rassen ist.
24) Bei einigen untereinander nichtverwandten Würfen sind auch blauäugige Exemplare aufgetreten (es scheint, daß diese Eigenschaft mit einem der Faktoren für die Mehrfarbigkeit verbunden ist). Da diese Eigenschaft in die Rasse nicht durch Kreuzungen eintreten konnte, kann sie als ursprünglich vererbbare Eigenschaft der Rasse betrachtet werden. Sie sollte wegen weiterer Untersuchungen toleriert werden, ohne Rücksicht auf allgemeingültige ästhetische Werte. Falls die Versuche zeigen sollten, daß diese Eigenschaft bei den Tornjaks nicht erblich mit negativen Eigenschaften verbunden ist, wie es sich bei anderen Rassen herausgestellt hat, könnte das blaue 111 Auge eine standardgemäße mögliche Rasseneigenschaft werden. Diese Bemühung wird durch vollkommene Abwesenheit dieser Eigenschaft in nah verwandten Rassen von Hirtenhunden, ihrem spontanen Auftreten in der reinblütigen Zucht, sowie dem traditionellen Streben nach je größerer Mehrfarbigkeit berechtigt.
25) offener Überbiss, asymetrische, schiefe Kiefer und ähnliches
*Nach Besprechungen und Eintragungen, welche insbesondere eingeführt wurden bestätige ich, als Mitglied der Professionellen Kommission für Sporthunde und als Sekretär des Kroatischen Kinologischen Verbandes, diese Kriterien als Standard für Tornjaks, welche in Kroatien gelten für eine international noch nicht anerkannte Hunderasse.
Kroatischer Kinologischer Verband (HKS)
Zagreb, 29.10.1996.
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